Der Berliner Künstler Evol macht beim Thema Stencils keine Gefangenen, wie man in dem gezeigten Video gut sehen kann. Mit höchster Präzision wird Schicht für Schicht des detailreichen Motivs, mit allerlei Schablonen, auf einen Karton aufgetragen, dass einem beim Zuschauen fast schwindlig wird. (via)
Harma Heikens lebensgrosse Skulpturen von Kindern wirken stellenweise schon irgendwie verstörend. (via)
Heikens says that these child figures are a reflection on the decorative paintings of sad-eyed children, mass-produced in the 1960s following Keane’s example. Rendering poverty aesthetic and sexualising the child’s body were at the time experienced as innocent. Placed by Heikens in a contemporary context, such images now call up a grim, post-apocalyptic reality. This must mean either that the world has deteriorated or that we ourselves, the viewers, have lost our innocence.
Weit davon entfernt lediglich fotografische Satire sein zu wollen, sind Kunerts “Kleine Welten” materialisierte Gedankengebilde, die er in wochen-, manchmal monatelanger Arbeit aus Leichtschaumplatten, Knetmasse und Farbe als dreidimensionale Modellkulissen inszeniert. Mit größter Sorgfalt werden Details solange ausgearbeitet und in Szene gesetzt, bis alles perfekt ist und täuschend echt aussieht. Erst wenn das Modell zu einer eigenen Welt gefunden hat, setzt Kunert das Studiolicht und greift zur Großformatkamera.
Abgefahrene Szenarien hat Frank Kunert da zusammengebastelt und anschließend fotografiert. Mit viel Liebe zum Detail setzt er seinen eigenwilligen Blick auf die Gesellschaft um und präsentiert dem Betrachter Bilder, die dieser wohl mit folgenden Attributen beschreiben würde: humorvoll, skurril, grotesk, nachdenklich, träumerisch aber auch provokant und kritisch.
Viel Lärm um Nichts: Das Street-Art-Mysterium Banksy hat im Museum zugeschlagen – natürlich ganz offiziell und gut vermarktet. Mehr als schaukelnde Affen und dumme Sprüche hat er aber nicht zu bieten. Seinen einst so unverwechselbaren Rebellen-Charme hat er wohl auf der Straße gelassen.
Achtung! “Die Ausstellung vermittelt Eindrücke eines kindischen Verhaltens, welches Erwachsene als äußerst enttäuschend empfinden könnten.” So begrüßt das Bristol City Museum seine Besucher zur ersten institutionellen Ausstellung des britischen Guerilla-Künstler Banksy. Doch die Ankündigung zeigt keine große Wirkung. Ganz im Gegenteil, es herrscht eine überschwänglich lustige Stimmung im 1905 gegründeten Museum für Kunst, Archäologie, Erd- und Naturkunde. Man könnte meinen, man wäre im Zoo gelandet, wo Affen auf Staffeleien malen, Polizisten auf Kirmespferden reiten und animierte Würste in Terrarien krabbeln…
Harte Worte, der Art-Online Redakteurin Wiebke Gronemeyer zur aktuellen Banksy Ausstellung im Bristoler Museum. Den ganzen Artikel gibt es hier.
Ganz ehrlich, von einer Redakteurin eines Kunstmagazins hätte ich mehr erwartet. Das ist ziemlich dünnes Eis, auf dem sie sich da bewegen, Frau Gronemeyer.