
Foto: Jürgen Chill
Andere gehen in den Puff um Spass zu haben bzw. wandern in den Knast weil sie Scheisse gebaut haben. Jürgen Chill ist da anders, auch wenn er beide Etablissements schon ausgiebig besucht hat. Er war aber nicht dort, weil er ein Verbrechen begangen hat oder um sich dem käuflichen Sex hinzugeben, er war dort um zu fotografieren.
Mit den Fotografieserien “Bordelle & Zellen” dringt der Fotokünstler Jürgen Chill in Milieus vor, die nicht jedem zugänglich sind, aber eine verborgene Faszination ausstrahlen. Persönliche, intime Orte, die nicht viele kennen.
Nüchtern, präzise und menschenleer begibt sich Jürgen Chill in seinen Fotoarbeiten auf die Spurensuche des Lebens und Treibens in diesen privaten Bereichen. Die ungewohnte perspektivische Darstellung und die hohe Auflösung der großformatigen Fotografien geben einen erstaunlich authentischen Blick auf die verborgenen Realitäten dieser Welten.
Hier noch ein WDR Bericht über die Entstehung der Bilder. Hier sieht man auch mit welcher, eigentlich banaler, Technik die Bilder gemacht wurden.
