Foto: neozoon.org – bears, furcoat-recycling, Berlin 2009
Die Künstlergruppe “Neozoon” aus Berlin/Paris arbeitet mit ausrangierten Pelzmänteln. Sie schneiden aus diesen alten Mänteln Tier-Silhouetten aus und kleben diese bevorzugt in die Strassen von Berlin und Paris. Wer mehr über Neozoon erfahren möchte, sollte sich das Interview im Kunst-Blog ansehen.

Foto: neozoon.org – fox and rabbit, furcoat-recycling, Berlin 2008
Eure Arbeitsgrundlage sind alte Pelzmäntel, die ihr entweder zu Silhouetten von Wildtieren zerschneidet und als Street Art an Häuserwände klebt, oder die ihr gewissermaßen in lebende Tiere zurück verwandelt und in den Großstadtdschungel aussetzt. Laut Wikipedia wird als Neozoon eine Tierart bezeichnet, die direkt oder indirekt durch die Wirkung des Menschen in andere Gebiete eingeführt worden ist und sich dort fest etabliert hat. Was bedeutet der Begriff für eure Arbeit?
Der Begriff ist Programm. Arbeitsgrundlage von NEOZOON ist das Verhältnis von Mensch und Tier in urbanen Lebensräumen. Wir begeben uns auf ein Art Spurensuche, um den Umgang einer modernen und großstädtischen Zivilisationsgesellschaft mit dem Tier zu erforschen. Dabei fällt vor allem die Abwesenheit ganzer Tiere auf, die meisten begegnen uns ja nur noch in Teilen! Der biologische Begriff Neozoon unterstreicht deswegen einen Fokus unserer Arbeit, nämlich diese Teile wieder zurückzuführen und sie anschließend “auszusetzen” in der Hoffnung, dass sie sich dort etablieren.


die geklebten Exponate sind meiner Beobachtung nach nicht allzu lange vor Ort , und ich demke , dass es nicht nur Sammler waren , welche tätig waren.
wie geil ist das denn bitte?
hehe…die hab ick och schon getroffen:
Neozoon an der Jannowitzbrücke
irgendwie rollen sich mir bei “pelz” die fußnägel hoch.
ich weiss, immer dieses tierrechtsgebabbel…
davon abgesehen ist die idee optisch wirklich gelungen.