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Armsrock – a Horrible Jungle

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Das Streetart heutzutage weitaus mehr zu bieten hat, als niedliche kleine Characters, Graffiti – Tags oder Plakate mit dummen Sprüchen, beweist die INTOXICATED DEMONS GALLERY mit dem Künstler ihrer nächsten, wohl kontroversesten Ausstellung des Jahres.

Der Däne ARMSROCK, mittlerweile einer der weltweit etabliertesten Künstler aus der Riege der Streetartists, präsentiert am 16. Mai 2009 seine neue Ausstellung “A Horrible Jungle”.

Als Jäger und Sammler hat es ARMSROCK auf Informationen und Bilder abgesehen, die er akribisch in seinem Notizbuch zum Zustand der Menschheit ablegt, um sie dann in einem größeren umfassenden Kontext zu reanimieren, zu thematisieren und mit Ihrer Hilfe, Handlungsprinzipien des “Menschsein” zu hinterfragen. Dass ARMSROCK dabei keinen Wert auf oberflächlich “Schönes” oder “Niedliches” legt, versteht sich dabei fast von selbst. Es ist das Paradoxe, das Pathetische, das Krankhafte, Groteske und Morbide, das aus seiner Sicht die unsichtbaren Mechanismen, die uns antreiben, definiert. Folgen wir ARMSROCK auf seiner Reise durch den “horrible jungle” und wagen wir einen verstörenden Blick in den Spiegel, den er uns und unserer Zeit vorhält.

Armsrock über seine Arbeit:
Weil ich die Kunst und ihre angegliederten Institutionen als eine Methode und ein Raum sah, durch die und den ich Sachen überprüfen und übermitteln konnte, wurde ich zu einem Sammler, einem Sammler von Informationen und Bildern.
Da ich insgeheim hoffe eines Tages aus den gesammelten Daten visueller Rückstände und menschlicher Nebenerscheinungen, eine Art Antwort erkennen zu können, die mir hilft, eine Richtung zu finden, war es zwangsläufig notwendig für mich, mein Archiv zu erschaffen.

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Alles was ich tue, steht in gewisser Art und Weise mit dem Sammeln und Archivieren von Informationen in Verbindun, Informationen für das Notizbuch des menschlichen Seins. Es fällt mir schwer, eine Beschreibung oder einen Namen für dieses Archiv zu finden – es ist vielmehr eine reisende “Black Box”. Darin finden sich stapelweise schändliche und abstossende Informationen, gestreut von Zeitungen, Büchern und dem Fernsehen. Es ist das Echo dessen, was sie uns zurufen und der Gestank ihres eigenen Verbrennens. Es ist ein theatralischer Gewaltreport, eine Bestätigung meiner eigenen Angst und Faszination. Es ist schrecklich und krankhaft, grotesk und morbide. Es ist ein Paradoxon und ein Pathos.

Diese Collage ist der Versuch, aus meinen kollidierenden Beobachtungen und Erfahrungen das Rätsel um die unsichtbaren Mechanismen unserer Zeit, anhand der Bedeutung von Signalen und Missverständnissen zu ergründen. Sie möchte Zeichen im Kontext der Verschiedenartigkeit, dem Unverständlichen und dem Unwegsamen setzen . Sie dient der Decodierung der Mythen durch die Kraft der Form von Bildern und identifiziert jene Energien, die uns zu Taten antreiben, die aus Menschen Werkzeuge machen.

Ein Versuch, Nihilismus einzudämmen und Positivismus zu bejahen.

Über Armsrock:
Armsrocks (1984) Ausdrucksmedium ist das Zeichnen. Mit seinen “Eingriffen” in die urbane Landschaft und seinen grossen Galerie Installationen, fordert er die düsteren Aspekte des menschlichen Seins heraus und erforscht deren Ursachen. Seine Arbeiten beschäftigen sich oft mit explosiven Themen wie Macht, Repression, Gewalt, Geschichte, Isolation und Diskriminierung.

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Er kreiert lebensgrosse Portraits seiner Mitbürger in dem Ziel, Momente, Erlebnisse und Stories, die das Leben reflektieren einzufangen. In seinen Interaktionen mit dem urbanen Lebensraum, versucht Armsrock diese Portraits (alles Originalzeichnungen) wieder am Ort des Geschehens/Erlebens zu positionieren (Er klebt seine Portraits wie Poster an Wände).

Creative expression don’t need a justification, it is a powerful and necessary thing in its own right, but I guess that I have still always sought out some kind of “defined meaning” for whatever form of expression I was working with, trying to get things to make sense on some greater level. – Armsrock

Armsrock – a Horrible Jungle
16.5. – 7.6.2009
Vernissage: 16.5. ab 19.00

INTOXICATED DEMONS GALLERY
Naunynstrasse 46
10999 Berlin
Deutschland

Autor: Bigod

Webworker, Fotografierer, Urban Art Evangelist, BMX Lover [weiterlesen]

1 Kommentar

  1. Endlich Armsrock, er ist auf jedenfall die Nummer Eins in Bremen, was Streetart angeht. Aber Vincent Klee sind auch nicht schlecht, aber völlig anderer Style.

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